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Audi A5 TDI quattro


Audi A5 TDI quattro; 245PS für ein Hallelluja

Audi hat den A5 überarbeitet. Ja bitte wo denn? Werden viele Fragen, die vor dem Auto stehen und nach Neuerungen suchen.

Felix SutschekGute Frage, auf den ersten Blick, schon gar nicht, wenn man den Audi A5 TDI von hinten sieht, sind keine Neuerungen zu sehen. Die Heckleuchten haben sich kaum geändert, im Gegenteil, jetzt sehen fast alle Audi von hinten so aus wie es der A5 schon seit seinem Erscheinen es tat. An der Silhouette kann man auch keine gravierenden Neuerungen sehen. Schöne, langgezogene Linien, schwungvoll und harmonisch. Aber neu?

Gut, wer ihn von vorne sieht stellt fest: Hoppla, am Grill und vor allem den Scheinwerfern hat sich was getan. Wo der letzte A5 noch die Bullenhörner als Tagfahrlicht trug, zieren den neuen jetzt verspieltere Tagfahrleuchten. Elegant, sehr markant und irgendwie auch von hohem Wiedererkennungswert. Etwas zu nah am A4, etwas mehr Individualität wäre schön gewesen, andererseits muss man der Fairness halber dazu sagen, dass man hier auch viel falsch machen kann. Wenn es die Designer übertreiben kommen schnell Designexperimente wie bei VW und dem Golf 6 (GTI) heraus, die dann wieder „nachgerüstet“ aussehen. Das Fahrzeug gewinnt dann nicht mehr. Schön, das Tagfahrlicht fügt sich harmonisch ins „Große Ganze“. Aber DIE mega Neuerung ist das nicht, das könnte man glatt zu einem profanen „Facelift“ herabstufen.

Der Audi A5 TDI hat Kraft aus 6 Herzen

Die eigentlichen Neuerungen verstecken sich unter dem Blechkleid. Neue Bodengruppe, neues Innenleben, neue Motoren. Demnächst wird der A5 sogar mit einem Euro6 Diesel angeboten. Wir hatten ihn als 3,0 TDI in der 245PS Version mit Allrad. Vielversprechende Daten, zumal in Grundzügen der gleiche Motor uns im Porsche Panamera Diesel sehr viel Freude bereitet hat. Also einsteigen und Spaß haben.

Innen das von Audi schon gewohnte Bild: gute Sitze, perfekte Verarbeitung, alles sitzt wo man es erwartet. Solange man vorne sitzt hat man es bequem. Hinten mangelt es an Beinfreiheit und das, von außen betörende, Coupe-Dach fordert seinen Tribut. Für Kinder und Kurztrips kann es reichen, aber bequem wird es nicht. Vorne hingegen fühlt man sich gut aufgehoben. Die Liste der verbauten Extras ist lang und nicht günstig, angefangen beim Navi Plus mit großem Display und Multimedia-Fähigkeiten über Rückfahrkamera, die abhängig vom Lenkwinkel anzeigt wo die Reise rückwärts hingeht, bis zu einer den Abstand einhaltenden Geschwindikeits-Regel-Anlage. Ach ja, und Toter Winkel Assistent mit Spurhalte-Assistent. Am Rande seien noch so profane Dinge wie Sitzheizung und Zwei-Zonen-Klima erwähnt. Für einen so ausgestatteten A5 ruft der freundliche Audi-Partner mal eben kurz 66000€ auf. Autsch!

ADAC FSZ

Also dann ab auf die Piste. Dann kann er auf der Trackstecke (ADAC FSZ , Augsburg) seine Stärken zeigen. Und seine größte Stärke ist sicherlich das entspannte Vorankommen. Die Geschwindikeits-Regel-Anlage in Verbindung mit der Abstands-Automatik und dem Spurhalte-Assistent sorgen für extrem entspanntes Ankommen, vor allem auf Schnellstraßen oder Autobahnen. Wer hier allerdings im „economic“ mode unterwegs ist, braucht Geduld.

Ja, Sprit-Sparen kann man damit schon, wer aber vor allem darauf achtet, sollte vielleicht überlegen ob er nicht lieber den Quattro-Allradantrieb abbestellt. Das spart auch Sprit. Unser A5 war vornehmlich im „Auto“ mode und dann im „Individual“ mode unterwegs. Dabei kann man, ganz nach eigenem Gusto, einstellen, wie Lenkung, Dämpfer, Getriebeschaltpunke und Gaspedalkennlinie eingestellt sind. Das erinnert ein klein wenig an den letzten BMW M5, in dem man auf über 500 verschiedene Abstimmungsmöglichkeiten kam. Ganz so viele sind es im A5 nicht, aber es reicht, um die Gewohnheiten des A5 auf die eigenen anzupassen. So kann man dann z.B. das Fahrwerk und die Lenkung auf sportlich „Hart“ schalten, die Automatik und die Gaspedalkennlinie aber auf „Auto“ belassen. So hat man immer Feedback von der Lenkung, es fühlt sich sportlich an, ohne übermäßig in Drehzahl-Orgien zu enden.

Sport-Modus oder selbst schalten?

Auf unserem „Track-Test“ dann die schwierige Überlegung: Sport-Modus? Individual? Selber schalten oder Automatik? Nun gut, letzteres ist schnell entschieden, wenn dann gibt der Fahrer den Gang vor. Erst jetzt fällt auf, wie wenig hochwertig die Schaltpaddel hinter dem Lenkrad wirken. Erinnert an Konsolen Lenkräder für den Computer. Sei's drum, wir wollen ja fahren.

Die Schaltfrage stellt sich auch deshalb, weil der TDI seine 500 Nm bereits bei 1.400U/min stemmt. Wer braucht da noch Drehzahl? Für die flotte Runde kommt es also darauf an, die Balance zwischen Drehzahl und Kurve zu finden. Problematisch wird das vor allem dann, wenn man Vollgas gibt, weil die Automatik dann runterschaltet. Immer. Egal ob manuell-Modus oder Automatik. Ein weiteres Problem: beim zügigen runterschalten „vergisst“ die Automatik immer wieder einen Gang. Man muss also gemächlich runterschalten. Früh genug, damit die Elektronik die Informationsflut auch bewältigen kann. Wenn man sich dran gewöhnt hat, ihm die gewünschte/erwartete Drehzahl vorzubereiten, dann katapultiert der Diesel A5 einen förmlich aus den Kurven raus. Der Quattro-Allradantrieb macht die Straße fast zu Schienen. Dabei neigt der A5 bei beherzter Fahrweise durchaus dazu, auch mal mit dem Heck einzudrehen, also eine grundlegend ambitionierte Auslegung. Generell ist er aber lange neutral und direkt, ohne übertriebene Sportlichkeit zu mimen. Dabei helfen das verstellbare Fahrwerk und die genug Feedback liefernde Lenkung, um richtig Spaß zu haben. Danke Audi!

Fazit

Der A5 3,0 TDI Quattro S-Tronic ist das was er zu sein verspricht. Ein schickes Coupe. Motor, Getriebe und Fahrwerk machen richtig Spaß, wenn man sie lässt! Ansonsten ist er ein Gleiter und Grand-Tourismo wie er im Buche steht, zumindest wenn man die Extras dazu bucht, die wir haben testen dürfen…

Fotos © 2012 Redaktionsbüro Kebschull

Audi A5 3.0 TDI quattro

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 24. April 2014 05:47

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